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Narrengottesdienst in St. Franziskus

Besinnlich und närrisch ging es beim 29. Narrengottesdienst in der vollen Kirche St. Franziskus zu.
 

Narrengottesdienst, St. Franziskus, 2025
Für die Besinnlichkeit und den liturgischen Teil war wie immer Diakon Thomas Friedl zuständig. Für die Lacher sorgten der Himmelsbote Jokus (Vollblutfastnachter „Hotte“ Horst Siegholt) und Frl. Baumann (Paraderolle des Weinheimer Kabarettisten Dr. Markus Weber). Die musikalische Begleitung übernahm der Gospelchor „Joyful voices“, bekannt als „Rotes Mikrofon“ mit Liedern, wie der Narrengottesdienst-Hymne „In de Kerch, moi Schatz…“, oder Gospels wie „This little light of mine“ , aber auch mit provokanten Liedern wie „Laut sein“ von Oliver Gies und „Man in the Mirror“ von Michael Jackson. Neben dem Stadtprinzenpaar, Sarah I. von den Rheinauer Sandhase und Marko II. vom großen Feuerio, waren Vertreter des benachbarten CCW, der Sandhofer Stichler und andere Mannheimer Fastnachtsvereine anwesend, um gemeinsam einen närrischen Gottesdienst zu feiern. Während Friedl in seiner Predigt gesellschaftskritisch und närrisch den freudeschaffenden Verdienst von Fastnacht sowie deren kulturprägende und die gesellschaftliche Ordnung persiflierende Bedeutung hervorhob und „Fastnacht“ in drei Worten zusammenfasste – Frieden, Freiheit, Frohsinn – berichtete Jokus scharfzüngig von seinem himmlisch-närrischen Stammtisch: hier wird diskutiert, wo mehr Kokolores gemacht werde, in der Berliner Politik oder in der Fastnacht. Frl. Baumann brachte die Kirche mit Alltagsgeschichten aus ihrer Frauenrunde mit Lisbeth und Gerda zum Lachen. Der karitative Aspekt kam nicht zu kurz: Am Ende des Gottesdienstes konnte Uwe Grundei eine stolze Kollekte von 1.600 Euro für einen guten Zweck verkünden. Nach gut eineinhalb kurzweiligen Stunden endete der Gottesdienst mit dem nicht enden wollenden Lied „Amen“. 
 
Alle Aktiven und Lieblichkeiten im Altarraum sangen mehr oder weniger inbrünstig mit. 
Beate Tilg, Foto: Wolfgang Neubert