So entwickeln wir SESAM weiter:

 
 
Die SESAM-Entwicklung geschieht nach einem vertraglich festgelegten Vorgehensmodell. Alle Weiterentwicklungen durchlaufen einen definierten Prozess, um nicht zuletzt den Strategischen Maximen Rechnung zu tragen. Die Neuentwicklungen werden in zwei bis drei Releases pro Jahr veröffentlicht. 
 
Bis ein einzelnes Feature zur Verfügung steht, sind zahlreiche Schritte zu durchlaufen:
 

1. Von der Idee zum Projekt

 

Vorschläge für Erweiterungen und / oder zur Verbesserung sind herzlich willkommen und werden von uns in einem Ticketsystem gesammelt und nach Funktionsbereichen kategorisiert. Die Mitglieder des Betreuungsteams und des Entwicklungsteams haben Zugriff auf das Ticketsystem.
 

In regelmäßig stattfindenden Jour-fixe-Telefonkonferenzen bespricht das Betreuungsteam neu eingegangene Ideen und bewertet diese. Dabei werden u.a. folgende Fragestellungen geklärt:
  • Wie vielen Nutzerinnen und Nutzern würde das umzusetzende Feature weiterhelfen?
  • Ist der Feature-Wunsch vollständig formuliert oder gibt es Aspekte, die zusätzlich betrachtet werden müssen?
  • Wie schnell soll das neue Feature umgesetzt werden?
 

Unser Ziel ist es, verwandte Themen zu einem Projekt zu bündeln. Je mehr Tickets eines zusammen hängenden Bereichs gemeinsam konzipiert und umgesetzt werden können, desto effektiver wird die eingesetzte Zeit genutzt.
Vom Betreuungsteam als prioritär angesehene Themen können jedoch auch einzeln in die Entwicklungs-Pipeline einfließen.
 

2. Von der Projektskizze zum Release

 

Nach erfolgter Abnahme führt das Betreuungsteam eine Projekt-Retrospektive durch und leitet aus den Ergebnissen ggfs. Anpassungen für künftige Entwicklungen ab.
 

Ziele der Vorphase ist es, die benötigten Budgets zur Erstellung des Pflichtenhefts und zur Realisierung abzuschätzen. In ersten Konzeptionsworkshops werden alle vorliegenden Informationen gesichtet, ggfs. ergänzt und strukturiert. Daran schließt sich ein Angebot für die Konzeptionsphase und eine erste Kostenschätzung für die Umsetzung. Auf Basis dieser Informationen entscheidet das Betreuungsteam, ob das Projekt in Phase 2 übergeht - oder eingestellt wird.
 

Ziel dieser Phase ist, mit einem freigegebenen Pflichtenheft und einem verbindlichen Angebot dem Betreuungsteam eine Grundlage für die Realisierungsentscheidung des Projekts zu geben.
In Konzeptionsworkshops werden die Anforderungen konkretisiert und protokolliert.
Auf Basis der konkretisierten Anforderungen erstellt Web Commerce sukzessive das Pflichtenheft,mit
  • Bildschirmmasken (sog. "Wireframes") und
  • schriftlichen Beschreibungen der Abläufe und Rahmenbedingungen.
Je nach Komplexität des Projekts finden mehrere Konzeptionsworkshops statt, in denen das Pflichtenheft aktualisiert wird. Sobald das Betreuungsteam das Pflichtenheft als vollständig, richtig und ausreichend detailliert betrachtet, erstellt Web Commerce ein verbindliches Angebot.
 

Auf Basis des fertigen Pflichtenhefts und des verbindlichen Angebots entscheidet das Betreuungsteam, ob die Realisierung beauftragt wird und das Projekt somit in Phase 3 übergeht.
 

Web Commerce beginnt mit der Entwicklung, die aus den Teilschritten
  • Technisches Detailkonzept (Datenbankentwurf, Programmentwurf, Screen-Design, Testplanung)
  • Code-Entwicklung
besteht. Das Betreuungsteam ist in die Entwicklung eng eingebunden, wird über Zwischenergebnisse regelmäßig informiert und kann zu den Entwicklungsständen jeweils Feedback geben.
Nach Abschluss der im Pflichtenheft dokumentierten Funktionen erfolgt der Übergang in Phase 4.
 

Web Commerce testet die Entwicklungen und dokumentiert diese im Wiki. Sobald von den Web-Commerce-Mitarbeitern keine Fehler mehr identifiziert werden können, beginnt die externe Testphase. Sowohl das Betreuungsteam als auch die Mitglieder des Testerkreises testen nun die Neuerungen auf Herz und Nieren. Um hier kein unnötiges Risiko einzugehen, finden alle Tests in einer vom Livesystem abgekoppelten Testumgebung (dem sog. "Previewsystem") statt.
 

Sobald alle gefundenen Fehler behoben sind, erfolgt das Release. Je nach Projekt werden dazu die Webmaster oder sogar alle im SESAM-System angelegten Redakteurinnen und Redakteure per Newsletter informiert.
 

Nach einigen Wochen fehlerfreiem Betrieb erfolgt die Abnahme durch das Betreuungsteam.
 

3. Nach dem Projekt ist vor dem Projekt

 
SESAM wird kontinuierlich weiterentwickelt. Dringend nötige Veränderungen  (z.B. Anpassung an rechtliche Vorgaben) fließen auch kurzfristig in die Entwicklung ein. Alle anderen Entwicklungen werden zu Projekten gebündelt und nach Prioritäten umgesetzt.
Das etablierte Vorgehensmodell benötigt mehr Zeit als eine komplett agile Entwicklung, sorgt aber auch für mehr Sicherheit - in der Planung wie in der Budgetierung.
 

Beteiligte Akteure

An einem Release arbeiten zahlreiche "Köpfe" mit. Das Betreuungsteam klassifiziert und priorisiert neue Feature-Wünsche.
 
Das Entwicklungsteam konzipiert die neuen Features und setzt diese um.
 
Der Testerkreis prüft die Neuentwicklungen auf Herz und Nieren.
 
Die Wiki-Redaktion verfasst die nötigen Wiki-Artikel, um die neuen Features verständlich zu erklären.
 
Das Schulungsteam und das Supportteam helfen bei Fragen weiter oder geben Tipps im Umgang mit den Funktionen.
 

Unsere Standards

Die Qualität der SESAM-Entwicklung wird mit diversen Standards gesichert.
 
Die Strategischen Maximen reflektieren die gemachten Praxis-Erfahrungen und geben in der Weiterentwicklung Orientierung.
 
Regelmäßige Prozesse werden im Prozesshandbuch definiert und visualisiert.
 
Bei der Gestaltung der Pflegemasken und Frontendausgaben sorgt ein Styleguide für verständliche Usability.
 
Auch die Dokumentation in den Wiki-Artikeln wird mit einem Wiki-Styleguide sichergestellt.
 

Systemlandschaft

Zusätzlich zum "Livesystem" steht allen SESAM-Mandanten ein "Testsystem" zur Verfügung, auf dem sich neue Funktionen und Gestaltungsideen risikolos ausprobieren lassen.
 
Das Testsystem wird zu jedem Releasetermin mit den Daten des Livesystems überschrieben.
 
Für den SESAM-Testerkreis steht noch das "Previewsystem" zur Verfügung, in dem alle neue Funktionen vor dem Release getestet werden.